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Der 12. Mai oder Der Tag, an dem ein Hund zu den Gänsen ins Wasser sprang

Am 12. Mai saß ich auf einem Steg am Charles River in Boston. Ob das schön war, weiß ich nicht so genau. Ich war ein bisschen müde an dem Tag, weil ich die ganze Nacht davor durchgelesen hatte. Ich war auch ziemlich glücklich, weil die Sonne zwischen den Wolken hervorbrach. Zumindest zwischendurch manchmal. Das tat gut, die Wärme auf meiner blassen Winterhaut zu spüren.

Möwenflug

Möwen singen der Sonne entgegen. Das glitzernde Wasser unter ihren Flügeln bricht. Der Schaum ist der Beweis. Sie sind die Magier der Lüfte, die Zauberer der See.

Über dem Atlantik

Das Dröhnen hört man nach einer Weile nicht mehr. Ich habe ein paar Stunden geschlafen und schwupp, nach dem Erwachen ist das ständige Motorengeräusch einfach ausgeblendet. Es sei denn, ich konzentriere mich wieder darauf. Aber wer will das schon?

Ein Tintentropfen

An der silbrig glänzenden Spitze einer Füllfeder, als Beginn der Idee, sitzt ein blau schimmernder Tropfen, gefüllt mit Tinte. Er schwankt und taumelt. Er spürt, was in ihm steckt. Die Ideen leuchten wie ein Licht. Sie kitzeln ihn, sie lassen ihn erzittern. Doch die Füllfeder setzt nicht auf, sie schwebt in der Luft und der Tropfen zieht und wankt und will sein Potential entfalten.

Eine Reise als Schneeflocke

Stell dir vor, du bist eine Schneeflocke.... Deine Reise beginnt weit, weit oberhalb der Erde.... Von dort tanzt du langsam auf die Erde zu... Zuerst fühlst du dich schwerelos.... Dann spürst du den Widerstand der Luft und schaukelst ein wenig.... Die Erde unter dir kommt immer näher...

Die Verrückte

Gestern sah ich eine Verrückte. Ich beobachtete sie wohl eine Weile, ohne dass sie mich bemerkte. Ich traf sie gleich am Morgen. Ich traf sie erneut zu Mittag und dann am Abend. Sie war wohl eine Verrückte, so wie sie sich benahm.