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Dieses Gedicht ist zum Thema "Zwischen Gut und Böse" entstanden und hat es beim Lyrix-Bundeswettbewerb leider nicht geschafft. Trotzdem hoffe ich, dass es euch gefällt :)

Auf der Brücke

11.11.2016

Wer entscheidet,
     wer du bist?
Warum gehst du
     dorthin?
Wo bleibst du
     stehen?
Wann ist es
     genug?

Deine Nase,
     sie sitzt im Licht der Dunkelheit,
deine Stirn
     sie strahlt voller Finsternis.
Auf einer Brücke stehst du
               IM LICHT
und du wirfst
     einen furchteinflößenden Schatten.

Es zwickt dich,
     es zieht dich,
          es verlockt dich.

Niemand zwingt dich,
   loszugehen.
Niemand befiehlt:
   Lass alles zurück!

Wir können uns jeden Tag neu erfinden.
Schaffst du es?
   Den Sprung über deinen eigenen Schatten?
   Dem Licht der Sonne entgegen?

Verlassen wir zusammen
     die Nacht,
die uns immer weiter trieb.
Verlassen wir
     das schaurige Vergnügen,
das doch einen schalen Beigeschmack hatte.

Du entwirfst dich neu
     in diesem Moment.
Dein Weg führt dich
     in die strahlende Zukunft.
Grenzen setzt du dir,
     definierst sie aber anders.
Und genug?
     Genug ist es nie!

Nicht, solange dein Herz schlägt!