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Mit Herzblut

Der Pinsel weint,
weil die Rosenblätter schweigen.
Sie wohnten auf der Leinwand,
bevor das Blau des Himmels sie begrub.

Bilder der anderen Welt

05:25 Uhr – Der Wecker läutetet mit derselben, ruhigen Klaviermusik wie jeden Morgen, auch wenn es heute beinahe zwei Stunden früher war als üblich. Sylvana zögerte nicht. Mit einem Ruck drehte sie sich auf die andere Seite, deaktivierte die Alarm-App auf ihrem Mobiltelefon und war schon aufgestanden, bevor die Uhr auf 05:26 Uhr springen konnte.

Wunderheilung

„Irgendwie sind wir doch alle ein bisschen verrückt.“ Mit diesen Worten und einem freundlichen Lächeln schloss Dr. Sabine Berg hinter ihrem fünften und letzten Patienten an diesem Tag die Tür. Seit zehn Jahren, auf den Tag gemau, arbeitete sie mit Menschen wie ihm, Menschen, die dachten, sie seien besonders, obwohl sie nicht mehr oder weniger besonders waren als alle anderen Menschen auf der Welt.

Der 12. Mai oder Der Tag, an dem ein Hund zu den Gänsen ins Wasser sprang

Am 12. Mai saß ich auf einem Steg am Charles River in Boston. Ob das schön war, weiß ich nicht so genau. Ich war ein bisschen müde an dem Tag, weil ich die ganze Nacht davor durchgelesen hatte. Ich war auch ziemlich glücklich, weil die Sonne zwischen den Wolken hervorbrach. Zumindest zwischendurch manchmal. Das tat gut, die Wärme auf meiner blassen Winterhaut zu spüren.

Wo das Rauschen des Meeres wartet

Wo das Rauschen des Meeres ist,
da bin ich.
Im Brechen der Wellen, ist meine Ruhe vollkommen.