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Die Verrückte

Gestern sah ich eine Verrückte. Ich beobachtete sie wohl eine Weile, ohne dass sie mich bemerkte. Ich traf sie gleich am Morgen. Ich traf sie erneut zu Mittag und dann am Abend. Sie war wohl eine Verrückte, so wie sie sich benahm. 

Bernhard

Mit Blumen in der Hand trat Johanna ans Grab. Unter ihrem dicken Wintermantel konnte man ihren Bauch nicht sehen, doch sie wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis auch im dicksten Gewandt ihre Schwangerschaft zu sehen sein würde.

Durch den Nebel

Durch den Nebel geht es,
fort, fort immer fort.
Wo ist vorne, wo ist hinten?
Unsere Fußspuren tanzen im Schnee.

Ein Weihnachtswunder

„Engelslocken, Maroni & Punsch“ stand auf der ersten Weihnachtshütte, an der sie vorbeikam. Im Gehen atmete sie den süßlichen Duft von Orangen, Beeren, Ingwer und Zimt ein. Es roch nach Advent. Kurz blieb sie stehen und überlegte, ob sie nicht doch eine Kleinigkeit hätte mitbringen sollen.

Das alte Fotoalbum

Draußen fiel der erste Schnee des Jahres. Dicke, weiße Flocken tanzten vor ihrem Fenster und bedeckten ihre Blumen, ihren Vorgarten und ihre ganze Welt. Mit duftendem Orangentee ließ sie sich in ihrem Schaukelstuhl nieder und betrachtete das Treiben.