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Über mich

Autorin Viola Rosa Semper
Foto: Birgit Ofner

Ich pflücke Ideen aus dem Reich der Fantasie, um sie einzupflanzen und zu pflegen, bis eine Geschichte heranwächst. Samenkörner sammle ich beim Reisen, beim Musikhören, im Gespräch mit lieben, fremden, verstörenden Menschen und in Gedanken versunken, während ich aufs Meer blicke. Manche Textpflänzchen sind groß geworden, bevor ich selbst schreiben konnte. Da purzelten die Märchenfiguren und Abenteuer aus meinem kaum zu stoppenden Mundwerk und musste von anderen (meinen Eltern, nachdem ich sie angebettelt habe, endlich mitzuschreiben, was ich denn erzählte) aufgefangen und zu Papier gebracht werden.

Seit 2015 werden nun regelmäßig einige meiner Kurzgeschichten und Gedichte in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. 
Neben dem 1. PERGamenta Publikumspreis (2015), erhielt ich den Hattinger Förderpreis für junge Literatur (ebenso Publikumspreis, 2017) sowie den 2. Preis des Regensburger Jungautorenwettbewerbs (2018) und zuletzt den 2. Preis des „Aufbrechen“-Wettbewerbs des NÖ Kulturforums (2019). 2017 nahm ich als Stipendiatin bei HALTlos Prosa in Ascheberg teil und 2018 erhielt ein einjähriges Stipendium für das LiLaWo Wolfenbüttel. Seit 2020 bin ich Stipendiatin im Schreibhain Berlin.

Meine Interessen waren aber schon immer vielfältig und so entschied ich mich nach der Matura am BG Horn für ein naturwissenschaftliches Studium. Meteorologie ist etwas, das mich bis heute sehr interessiert, aber schon nach den ersten Semestern wusste ich, dass ein Job in der Forschung nicht das berufliche Leben war, das ich mir vorstellte und so begann ich, während meiner letzten Semester als selbstständige Lektorin, Texterin und Tutorin für Deutsch als Fremdsprache zu arbeiten.

Als ich 2017 das Bachelorstudium Meteorologie an der Universität Wien abschloss, stand für mich bereits fest, dass ich im Bereich der deutschen Sprache weiterarbeiten wollte. Bereits seit 2011 schrieb (und schreibe ich noch) als freie Redakteurin für die Bezirksblätter Horn. Seit 2017 unterrichte ich Deutsch als Fremdsprache auf der Sprachen-Lern-Plattform italki. Und seit 2020 bin ich Referentin der Schreibakademie St. Pölten

Zu meinem schriftstellerischen Repertoire gehört mittlerweile neben Kurzgeschichten und Gedichten auch mein erstes Wiener-Buch, der Literaturführer Wien, das im Jänner 2020 im Falter Verlag erschienen ist.

An Romane habe ich mich mit 11 Jahren das erste Mal herangewagt. Über 70.000 Wörter umfasst das Jugendbuch, das nie jemand zu Gesicht bekam. 2011 war ich mutiger und veröffentlichte den zweiten Roman (der deutlich kürzer ausfiel) unter dem Titel "Der Fremde" bei BooksOnDemand. Mittlerweile verbinde ich gemischte Gefühle mit diesem Werk. Natürlich würde ich heute alles ändern, die Figuren, die Geschichte, den Schreibstil (nur das Cover nicht, das gefällt mir immer noch), andererseits bin ich aber auch stolz darauf, schon damals meine Ideen in Handlungen zu verpacken und von vorne bis hinten zu Papier zu bringen.

Aktuell arbeite ich an dem Romanprojekt "Setzen Sie sich nicht auf seine Großmutter", das das große Thema "Verlust" aus drei verschiedenen Perspektiven behandelt: aus der Sicht eines jungen Komponisten, der seine Großmutter verlor, einer Geigerin, die damit kämpft, ihren Traum aufgeben zu müssen und einer Muse, die ihre beiden Schützlinge verlor und sie nur zurückgewinnen kann, wenn sie ihr eigenes übernatürliches Dasein riskiert.