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Mit Herzblut

Der Pinsel weint,
weil die Rosenblätter schweigen.
Sie wohnten auf der Leinwand,
bevor das Blau des Himmels sie begrub.

Wo das Rauschen des Meeres wartet

Wo das Rauschen des Meeres ist,
da bin ich.
Im Brechen der Wellen, ist meine Ruhe vollkommen.

Unter Wasser

Über Steine plätschern sie,
unter Sandkörner treiben sie,
die Worte der Wellen,
die Sätze der Wirbel.

Ein Haiku für das neue Jahr

Um die Welt reisen,
der Welt davon erzählen,
nach Hause finden.

Der Untergang oder Spät Nachts am Klavier komponieren

Du füllst den Raum mit Farben,
Musik füllt ihn mit Licht,
damit wir sie auch sehen können,
wenn die Welt zerbricht.

Weil niemand ohne Zeit sein kann

Melodien tanzen von Dach zu Dach,
wandern über Wälder und durch die Stadt.
Sie tröpfeln von deinem Fenstersims
und lächeln dich an,
weil ein Lächeln nicht ohne Zeit sein kann.

Das Nussschalenboot

In einer kleinen Nussschale,
die vor und zurück schaukelt
auf den Wellen der Unendlichkeit,
sitzen tausende Geschichten.

Ein Flüstern aus der Ferne

Und im Dunklen
flüsterst du mir zu,
dass du ohne mich
in deinen Armen,
keine Ruhe findest,
keinen Schlaf.
Darum flüst're ich
sogleich zurück:
Ich bin da,
wenn du erwachst.

Eine Welle aus Lärm und Ton

Eine Welle erhebt sich,
sie rollt durch den Saal,
sie bricht und schäumt
und tost.

Durch den Nebel

Durch den Nebel geht es,
fort, fort immer fort.
Wo ist vorne, wo ist hinten?
Unsere Fußspuren tanzen im Schnee.

Im Licht

Wenn das Licht auf dich herabtropft,
tanzt es zuerst vorsichtig in der Luft,
bedeckt dann dein lächelndes Gesicht,
bis du es abwendest, weil du blinzeln musst.